Projektreise nach Nairobi mit Marie Steinmann-Tykwer und Josefine Cox

1 May 2013

Was das Team von One Fine Day in Berlin am meisten freut, ist, dass unsere Präsenz vor Ort in Nairobi inzwischen gar nicht mehr so vonnöten ist. Das Team aus kenianischen Lehrern und Koordinatoren ist inzwischen so gut eingespielt, dass es das Team aus Berlin nur noch gelegentlich braucht. Natürlich sind regelmäßige Besuche zum Zweck des Austauschs absolut unabdinglich. Und so reisten Marie Steinmann-Tykwer und Josefine Cox Ende April 2013 gemeinsam nach Nairobi um dort zusammen mit den kenianischen Lehrern der One Fine Day Clubs die Unterrichtsinhalte und Ziele des zweiten Halbjahrs 2013 zu diskutieren und zu beschließen. Sie ergriffen die Gelegenheit beim Schopfe und leiteten temporär mit den anderen Lehrern den Unterricht in der Spurgeons School Kibera.  

 

EIN PERSÖNLICHER EINDRUCK

Von Josephine Cox

 

Wenn Menschen aus westlichen Metropolen in afrikanische Großstädte reisen, bekommen sie oft keinen Eindruck jener Lebensumstände, unter denen die Menschen und Kinder in den Slums zu leiden haben. Sie meiden jene Gegenden, in denen die Armut zu Hause ist. Erst der Besuch jener Slums führte mir jedoch vor Augen, warum jede Form der Unterstützung dringend herbeigesehnt wird.

Meine erste Berührung mit dem Kibera Slum erfolgte, als ich die Partnerschulen von One Fine Day besuchte. Godfrey Ojiambo, der in diesem Slum groß geworden ist und als Lehrer des Theater Clubs arbeitet, begleitete mich auf meinem ersten Rundgang durch Kibera. Sofort bekam ich einen Einblick in die Lebensumstände der hier angesiedelten Menschen.

Die Kinder um mich herum wirkten trotz ihrer Armut und der oft schweren Lebensbedingungen überraschend aufgeschlossen und fröhlich. Natürlich darf dieser Eindruck nicht über die Härte des Alltags hinwegtäuschen. Oft fehlt den Familien das nötige Geld für Miete, Nahrungsmittel oder die eigentlich so nötige Schulausbildung – sie bietet die einzige Chance, aus dem Kreislauf der Armut auszubrechen. In den meisten Fällen gehört den Bewohnern der Hütten ihr Eigentum nicht und selbst für eine Wellblechhütte ohne Strom, ohne Zugang zur Kanalisation und fließend Wasser werden ungefähr 1200 Schilling, etwa zwölf Euro, Miete im Monat verlangt.

 

Ich hatte den Eindruck, dass die Kinder durch den Unterricht in den One Fine Day Clubs die Möglichkeit bekommen, aus ihrem Alltag auszubrechen und – neben der Entdeckung ihrer eigenen Begabungen – Erlebtes mithilfe ihrer Phantasie verarbeiten können. Die Kinder und Jugendlichen werden in dem Glauben an sich selbst und ihre Träume bestärkt und sie lernen, Selbstverantwortung zu übernehmen.

 

Ich freue mich sehr und ich bin dankbar dafür, die Arbeit von One Fine Day e.V. unterstützen zu können. 

 

FOTOALBUM

 

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